Dienstag, 5. Mai 2015

Last Stopp: Cairo

Der letzte Fahrttag, dann ist das Ziel erreicht – heute versuchen wir die Schnellstrasse des Militärs auf der Westbank und das funktioniert.
Der Highway durch die Wüste, 600 km eigentlich durchs Nichts, erst 2, dann 4 und schlussendlich 6 spurig, irgendwo mittendrin im Nowhere eine Raststätte, das Ganze mit ziemlich null Verkehr – perfekt für den letzten Fahrtag.
Auf Cairo mag ich mich anfangs irgendwie gar nicht mehr so richtig einlassen – zu gross und zu bewegt – mein Memoryspeicher ist ohnehin full.
Und irgendwie war die Stadt schon damals zu meinen Swissair Zeiten mit dem Airbus 313 nicht mein Favorit, obwohl es mir schien, dass ich ein Dauerabo hatte...
Aber das Cairo ist nach 20 Jahren leicht anders – sie haben doch ein bisschen Infrastruktur gebaut, der Verkehr ist nach wie vor ein Erlebnis und die Stadt kennt leichten Dichtestress... Ich raffe mich auf und gebe der Stadt nochmals eine Chance – die Pyramiden und das Ägyptische Museum (wieder so ein Attentat Platz) sind ein guter Abschluss der bewegten Reise.
Die Fahrt durch die Stadt ist rasant, thrilling und beste Unterhaltung – die Pyramiden beeindruckend und das Ägyptische Museum begeistert mich.
In diesem alten Museum lagern Tonnen von Fundstücken, das Ausstellungskonzept ist ziemlich démodé aber irgendwie ganz charmant, weil ruhig und unaufgeregt, ohne interaktive und blinkende Lichtinstallationen... Und mit diesem Museumsbesuch staune ich, was die Ägypter vor 3'000 Jahren für ein reiche Kultur hatten – alles in Formen und Farben, die heute wunderschön sind.
Und vieles ist noch recht gut erhalten.
So ist dieser Besuch wie auch eine perfekte Zusammenfassung der letzten Wochen – auf einmal wird die eher komplizierte Geschichte verständlich und macht Lust auf mehr.
Neben dem Museum, dass direkt am Tahrir Platz liegt, stehen Panzer bereit, den „berühmten“ Ort jederzeit zu sichern.
Der letzte Tag zeigt viele Gegensätze, Grandezza, Tempo, Grösse, Schönheit, Dreck, Abfall, Staub... mich fasziniert Cairo, auch wenn ich viel zuwenig gesehen hatte für ein abschliessendes Urteil.
Aber einmal mehr lerne ich – es ist dann schlussendlich meistens anders als man dachte und sich positiv überraschen und begeistern lassen ist ein gutes Konzept.
Der Flug um 03.55 Uhr – alles klappt wunderbar und über Frankfurt lande ich in Zürich – leicht fremd aber durchaus ganz zufrieden.

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